Um einen kompakten Bau zu erhalten, wurde das Gebäude als längliche, rechteckige Halle mit integrierten Verwaltungsbereichen konzipiert. Die Höhe wurde so bemessen, dass die doppelgeschossigen Büroflächen mit Produktion und Lager ein gemeinsames Flachdach bilden.
Die kompakte Gebäudeform umgibt eine dichte Hülle mit hoher Wärmedämmung:
12 cm Boden-, 24 cm Außenwand- und 36 cm Deckenstärke.
Die durchlaufenden Fensterreihen der Fertigungsbereiche, die Bürofenster sowie
die Lichtkuppeln im Dach des gesamten Gebäudes sind dreifachverglast und reduzieren
durch hohe Tageslichtnutzung den Strombedarf.
Die äußeren Hallen wurden stützenfrei in Holzständerbauweise errichtet, während die Wände des Mittelgangs und der Bürotrakte aus tragendem Beton gefertigt sind. Hier fußen die 8 Meter hohen Stahlpylone, die die Hallendächer mit über 27 Meter Spannweite halten. Auf diese Weise konnte der zu beheizende Innenraum um ca. 10.000 m3 gegenüber herkömmlichen Konstruktionen reduziert werden. Gleichzeitig dienen Dach und Pylone als Tragwerk für Photovoltaik- und Kollektorfläche.
Die Bebauungskonzeption entspricht dem fertigungsbezogenen Funktions- und Produktionsablauf. Dafür wurden sämtliche Produktionsprozesse sowie die Organisationsstruktur der Wertschöpfungskette mit modernsten Methoden der Produktionslogistik durchleuchtet und im Hinblick auf eine durchgehende Kundenorientierung bei hoher Wirtschaftlichkeit optimiert.
Realisiert wurde ein Gebäude, in dessen Zentrum sich der zentrale Erschließungsstrang (”Solvis-Weg”) befindet. Er dient zur Bewältigung von Materialzufluss und -abfluss sowie zur internen Kommunikation zwischen den einzelnen Abteilungen.
Fertigungs-, Schulungs-, Forschungs- und Verwaltungsbereiche gliedern sich um den gemeinsamen Atriumhof. Hier befindet sich auch die zentrale Cafeteria als gemeinsamer, zentraler Ort des Hauses.