„Wir-Gefühl“ Gleichberechtigung, Dialog und das Teilen der Wertschöpfung setzen kreative Kräfte frei und motivieren zu verstärktem Engagement, zum Lernen und qualitativem Wachstum. Soziales Miteinander und demokratisches Verhalten muss jedoch genauso erlernt werden wie fachliches Wissen. In den ersten Jahren wurden viermal jährlich Wochenendworkshops durchgeführt unter fachlicher Anleitung wurde diskutiert, gestritten und Machtkämpfe ausgefochten.
Mit rund 30 Personen wurde die Gruppe zu groß und die Workshops eingestellt. Seitdem fördert der jährliche Betriebsausflug über ein Wochenende das Zusammengehörigkeitsgefühl. 2007 gingen 140 Mitarbeiter auf Tour durch die Mecklenburgische Seenplatte.
Um sich über die Abläufe im Betrieb auszutauschen, nutzte man bis zum Jahre 2002 die „Lob- und Jammerrunde“. Mit dem Umzug in die Nullemissionsfabrik 2002 und knapp 100 Mitarbeitern wurde diese Runde durch eine regelmäßige Betriebsversammlung ersetzt.
1999 wurde eine entscheidende Neuerung in der Solvis-Struktur verankert. Mittlerweile waren über 60 Personen beschäftigt. Eigenverantwortlich zu arbeiten hatte immer noch hohe Priorität, allerdings zeigte sich, dass die einzelnen Arbeitsaufgaben und die verschiedenen Bereiche besser koordiniert werden mussten. Es wurden Teams mit gewählten Teamleitungen gebildet. 2005 wurde in der Produktion eine weitere Ebene mit Bereichsleitungen eingeführt.